Prämissen der Internate bei Verstoß gegen das Alkoholverbot – kommentierte Fassung

Dieses Dokument kommentiert die aktuell offiziellen Prämissen, welche bei Verstößen gegen da Alkoholverbot vorgenommen wurden. Sie waren ursprünglich Element einer freiwilligen Schülerinitiative und wurden erstmals im Internat V unter Schülern so verabschiedet. Die Schulleitung hat sich dazu entschlossen diese Regelungen offiziell gültig zu machen und aus der vorhergesehenen Prävention eine Sanktion zu machen.

Den Angaben der Schulleitung nach, haben die Schülerinnen und Schüler dieser Schule überwiegend für diese Präventionen gestimmt. Eine Aussage, die nach umfassenden Recherchen des „Pionier Magazins“ nicht zu halten ist. Wenn überhaupt wurden weniger als 50% der Schülerschaft über dieses Thema informiert. Noch sehr viel weniger wurden nach der Meinung gefragt.¹

Das sogenannte offene Forum der AG zur Drogenprävention hat auf die aktuellen Richtlinien keinen Einfluss genommen. Die Redaktion des „Pionier Magazins“ hat diesbezüglich einen Artikel verfasst, welcher offenkundig sowohl von Schülerschaft als auch von Lehrern missverstanden wurde. Um aufzuklären, welche Probleme wirklich bei den aktuell geltenden Prämissen aufkommen und um einige Verbesserungsansätze zu unterbreiten, veröffentlichen wir, die Redaktion des „Pionier Magazins“ einen Seriösen Kommentar zu den aktuellen Prämissen. Kommentare oder Vorschläge innerhalb der Verordnung werden Kursiv abgedruckt.

1. Wir halten Alkohol aus dem Internat fern!

Bereits die Formulierung geltender Regelungen als „wir“ zeugen noch von der ehemaligen Vereinbarung von Schülern. Es ist nicht davon auszugehen, dass schulinterne Verordnungen in dieser Form verabschiedet werden. (außerdem ist auch nicht davon auszugehen, dass sich die Hauseltern und die Schulleitung auf die selbe weise an diese Regelung hält, wie man es von den Schülern erwartet)

Wer Alkohol versteckt oder mit Alkohol im Internat „erwischt“ wird,

  1. der hat für 4 Wochen eine Stunde eher Internatszeit (Internatspflicht, Zimmerpflicht, Nachtruhe)Im Rahmen der oben genannten Drogenpräventions AG wurde der Vorschlag unterbreitet, dass statt des üblichen Pre-Status auf lange Zeit, eine intensivere Strafe auf kürzere Zeit verhängt wird. Dieser Vorschlag ist in der Form durchaus Konstruktiv, da man sich an eine volle Stunde vorverlegten Internatszeiten wirklich „die Zähne ausbeißen“ kann, während eine viertel Stunde lediglich eine Frage der Gewöhnung ist. Diese Strafe jedoch auf vier Wochen auszudehnen ist mehr als herab würdigend und schlicht und einfach zu weit gegriffen. Die Redktion des „Pionier Magazins“ ist sich bereits an dieser Stelle sicher, dass sich wohl nie eine Mehrheitsbeteiligung der Schüler zur Umsetzung dieser einen Maßnahme finden wird.
  2. Dessen Eltern werden informiert, ebenso der InternatskoordinatorDas ist absolut richtig, selbstverständlich und sollte so beibehalten werden, man muss den Hebelziehern ja auch mal ein wenig das Maul tätscheln: Habt ihr gut gemacht.
  3. Bei dem werden Stichpunktartige Schrankkontrollen durchgeführtAuch an dieser Stelle gibt es kaum etwas anzumerken, abgesehen von der eventuellen Entstellung der Privatsphäre (einigen Redakteuren hier grault es bei dem Gedanken, dass der ein oder andere Lehrer dessen Unterwäsche umgräbt um eventuelle Alkoholdrinks zu finden), wobei man sich jedenfalls hier bei uns einig ist, dass eine solche Maßnahme noch nachvollziehbar ist und sicher auch Human durchgeführt werden kann. Auf der anderen Seite wird da die Effizienz angemengelt, welcher Depp versteckt denn seinen Alkohol heute noch im Schrank?
  4. Der wird vor die Internatskonferenz geladendazu gleich mehr

Im Wiederholungsfall wird die Einberufung einer Klassenkonferenz beantragt.

 

2. Wir betrinken uns nicht!

Wer deutlich angetrunken oder betrunken ist, der übernimmt (zusätzlich zum Punkt 1a-d) den Küchendienst für 14 Tage mit täglicher Kontrolle und hat seine Teilnahme an den beiden darauf folgenden Internatswochenenden verwirkt.

Über Küchendienst lässt sich streiten. Da die Küchen in den meisten Fällen jedoch sogar einigermaßen Ordentlich sind, der Dienst trotzdem nervig ist, kann er ruhig verhängt werden. Anders als bei den 28 Tagen der verspritzten Internatszeiten sieht die Redaktion hier eine größere Chance, dass ein Großteil der Schülerschaft diese Prämisse einsehen würde (eventuell auch bei einem zeitlich größeren Rahmen)

Das Ausschließen von den Internatswochenenden ist wiederum eine Strafe, welche je nach Herkunft des Schülers eine andere Dimension beschreibt. Demnach hätten die Schüler aus der näheren Umgebung weniger Probleme mit einer derartigen Konsequenz als Schüler, die mehrere hundert Kilometer entfernt wohnen.

Im Wiederholungsfall wird die Einberufung einer Klassenkonferenz beantragt.

 

Mit diesen Worten endet der Aktuell geltende Prämissenkatalog.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, anzumerken, dass diese Sanktion allgemein als Gültig erklärt wurden. Das heißt, dass in praktisch jedem Fall des Alkoholkonsums innerhalb des Internats oder des spürbaren Alkoholkonsums außerhalb des Internats diese Prämissen gelten, unabhängig davon ob ein Schüler der zwölften Klasse ein Bier im Internat trinkt oder ein Schüler der neunten Klasse eine Flasche Wodka leert. Nach Angaben der Schulleitung wurde dieses Verfahren unter Einverständnis der Schülerschaft eingeführt. (Vgl Pionier Magazin Ausgabe 3; Entfernt durch T. Schönack)

Das Verfahren nach diesem Katalog sieht nicht vor, dass die betroffenen Schüler und/oder Schülerinnen vor den Disziplinarausschuss, geladen werden. Der Disziplinarausschuss besteht aus Schüler/innen und Lehrern und wurde zu Beginn des Schuljahres im Rahmen der ersten Gesamtkonferez durch Lehrer und Schülervertreter demokratisch gewählt. Dieses Element, gleichzusetzen mit einem Gericht wurde regelrecht entmächtigt.

Auch ist aus dem Katalog nicht vorherzusehen, warum die Schüler und/oder Schülerinnen vor die Internatskonferenz geladen werden sollen. Auf der einen Seite wurde das Strafmaß ja bereits klar definiert und kann (wenn überhaupt) nur minimal durch die Internatskonferenz variiert werden, auf der anderen Seite würde das eventuell sogar zu einer Aufspaltung der Tätergruppe und zu einem unabhängigen Verfahren führen, was als ungerecht aufzufassen war. Sinn des Disziplinarausschusses war schließlich unabhängig von Internat oder Klassenstufe alle Täter zusammenzuführen, anzuhören und entsprechend und im Vergleich zu vorhergehenden Fällen angemessen zu richten.

Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler¹ ist der Ansicht, dass eben dieses Verfahren sehr wichtig und gleichermaßen gerecht ist. Ich bin mir sicher, dass selbst die Schulleitung das nicht abstreiten würde. Wenn dies jedoch zutrifft gilt es anzuzweifeln, dass ein einheitlicher Katalog tatsächlich im Interesse der Schülerinnen und Schüler unserer Schule steht.

¹Die angegebenen Prozentsätze sind Schätzungen auf Basis der Umfragen unserer Redaktion. Die Umfrageergebnisse wurden weder dokumentiert noch öffentlich zugänglich gemacht. Sollten sich die Schätzungen wider Erwartens aller menschlichen Natur als gravierend fehlerhaft erweisen, ist die Redaktion mittels Kommentar am schwarzen Brett darauf hinzuweisen. Ein Hinweis wird ernst genommen, sobald eine Beweisgrundlage vorliegt.

Nachtrag:

Wir von der Redaktion des „Pionier Magazins“ unterbreiten im Anhang hiermit unverbindlich und nicht im Namen der Schülerschaft sondern lediglich im eigenen Interesse einen Vorschlag, wie Verstöße gegen das Alkoholverbot zu ahnden seien.

Anmerkung: Wir bitten, diesen Artikel nicht zu entfernen, weil er diverse Formalitäten nicht aufweisen kann. Letzten Endes steht uns ja ein Recht zur freien Meinungsäußerung zu. Wenn jemand kein Interesse an dem Artikel hat oder sich nicht auf diese Meinung einlassen will, der kann einen bisher unbekannten Trick versuchen: Den Artikel einfach nicht weiter beachten. So machen wir beim „Pionier Magazin“ das auch ständig mit Vertretungsplänen…

Prämissen der Internate bei Verstößen gegen das Alkoholverbot

 

1. Alkohol wird aus dem Internat ferngehalten.

Wer Alkohol versteckt und mit Alkohol im Internat erwischt wird,

  1. der wird zum Disziplinarausschuss vorgeladen
  2. dessen Eltern werden informiert, ebenso der Internatskoordinator
  3. bei dem werden Schrankkontrollen durchgeführt
  4. der erhält bis zu seinem Termin beim Disziplinarausschuss eine doppelte Statusherabsetzung. (eine halbe Stunde eher Internatspflicht, Zimmerpflicht, Nachtruhe)

Die zu verrichtenden Strafen werden vom Disziplinarausschuss ermittelt.

 

2. Ein übermäßiger Alkoholkonsum ist untersagt.

Wer deutlich angetrunken oder betrunken ist, der übernimmt (zusätzlich zu den Punkten 1a. – c.) bis zu seinem Disziplinarverfahren den Küchendienst mit täglicher Kontrolle.

 

Ferner wird im jeden Wiederholungsfall die Einladung zur Klassenkonferenz beantragt.

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Katalog hat keine offizielle Gültigkeit.

Wenn dir der Katalog gefällt, dann Teile ihn mit Freunden und Lehrern.

gez. Pionier Magazin

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